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Büppeler Terminkalender
2010
Stand: 12.08.2010


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Wo liegt Umzu?

21.03.10/MC/ ... das fragte sich "Heinz", als er vor kurzem den Slogan unseres beliebten Friesländer Boten "Die etwas andere Anzeigenzeitung für Varel & umzu" las. Da Heinz nicht aus dieser Gegend kommt und ihm dieses Wort nicht geläufig war, versuchte er dann die Ortschaft "Umzu" auf einer Karte zu finden...

...so beschrieben in der Glosse "Guten Morgen" im "Herforder Kreisblatt" vom 4.März 2010. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des Kreisblattes hier ein Abzug des Originales - viel Spaß beim Lesen:

Was heißt eigentlich "Büppel"

oder wo kann man die "Büppeler Berge" sehen?
Haben Sie sich das auch schon gefragt?

Hier finden Sie Antworten auf all die Fragen, die sich rund um  Büppel auftun.

Wir möchten Licht ins Dunkel bringen und forschen nach. Gibt es Begriffe, die Sie gehört haben aber nicht zuordnen können? Her damit! Wir klären alles auf. Und die Antworten finden sie hier:

Büppel

Die Herkunft des Namens Büppel ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Jedoch spricht durch den überlieferten Gebrauch dieses Namens einiges dafür , dass Büppel für den Begriff "Hügel" steht.
Im so genannten "Büppel-Buch" (Büppel - die Geschichte eines stadtnahen Dorfes) von Professor Arnold Schultze ist dieses Thema ausführlich beschrieben und soll hier im Wesentlichen wiedergegeben werden:

Die Flurnamenforscher sagen, dass das "l" am Ende meistens den Rest der Silbe "loh" darstellt, was "Wald" heißt. Beispiel: Barkel (Jeverland) = Barkeloh = Birkenwald. Was aber bedeutet der erste Teil des Wortes? Hierfür gibt es keine Erklärung.

Überzeugender ist jedoch, wie schon Eingangs beschrieben die Bedeutung "Hügel". Wie eine Insel erhebt sich der nordöstliche Teil (zur Orientierung: rund um die "Arche") des heutigen Ortes bis auf 8m über das umliegende Gelände als Sandhügel: Der Büppel.
Der überlieferte und bis heute verbreitete Sprachgebrauch belegt diese Theorie: Friedrich Brannolte wohnte gegenüber der Schule (weit weg vom Hügel) "in Büppel". Sein Sohn, Malermeister Fritz Brannolte, wohnte "auf dem Büppel", "upp'n Büppel", und das Haus der Witwe Martha Albers steht sogar "auf dem hohen Büppel".
Wer von außerhalb kommt und etwas bei der Schule zu tun hat, fährt "nach Büppel", will aber jemand zum Büppeler Krug, fährt er "nad'n Büppel", "nach dem Büppel" oder auch "zum Büppel".

Büppeler Berge

Wer hier eine geologische Formation vermutet liegt leider völlig falsch. Die Büppeler Berge sind eine Spezialität unseres Bäckermeisters Michael Kappen und bezeichnen eine Brötchensorte. Die Büppeler Berge werden aus einem Baguette-Teig gebacken und haben ihren Namen vom Bäckermeister selbst. Während eines Spazierganges ließ er sich von der Form der Hügel auf dem Grundschul-Spielplatz bei der Namensgebung inspirieren. Seit dem Jahr 2000 sind diese beliebten Backerzeugnisse im Sortiment.
 

Hoher Büppel

Wie schon in der Erklärung des Ortsnamen erwähnt, bezeichnet man mit "hoher Büppel" den höchsten Teil des Hügels im Nordosten des Ortes. Dies ist das Gebiet zwischen Flachsweg, Bgm.-Osterlohstraße und Krokusweg/Verlängerung Geestweg. Der Geestweg führt „über den hohen Büppel“.

Büppeler Kreis

Über 30 Jahre bildete der Arbeitskreis "Schule-Berufsberatung" das Bindeglied zwischen Schule und Arbeitsamt im Nordwesten Niedersachsens mit dem Ziel, den Übergang der Schulabsolventen in das Berufsleben zu unterstützen. Der Arbeitskreis, der viele Jahre von dem Wilhelmshavener Schulamtsdirektor Horst-Dieter Meyer geleitet wurde und regelmäßig in der Büppeler Grundschule tagte, wurde auch "Büppeler Kreis" genannt.
Ende 2002 wurde hier die letzte Sitzung gehalten. Die Arbeit wurde anschließend vom Arbeitskreis "Berufliche Bildung" in den Berufsbildenden Schulen Friedensstraße in Wilhelmshaven fortgeführt.

Wasserzug

Der Wasserzug ist ein Graben, der Wasser aus dem Moor „zieht“.
Um das Jethausermoor und das Streekmoor urbar zu machen, wurde der
1. Wasserzug zwischen 1750 u. 1790 gegraben. Er verlief etwa 100 m östlich zur heutigen Bgm.-Osterloh-Straße.
Der
2. Wasserzug wurde zwischen 1850 und 1890 angelegt und verlief etwa 150 m östlich des heute nicht mehr vorhandenen 1. Wasserzuges.
Der südliche Teil des 2. Wasserzuges wurde nach dem 2. Weltkrieg stillgelegt. (Die Unterführung an der Neudorfer Str. ist noch vorhanden). Der nördliche Teil hat heute den Namen „Büppeler Randgraben“. Der Verlauf des 2. Wasserzuges bildet übrigens die Ostgrenze der Flur 35.
Heute erfolgt die Entwässerung durch einen
3. Wasserzug, den Jethauser Graben, der beim Ortschild „Neudorf“ die Neudorfer Str. kreuzt.

Lekewiesen

Lekewiesen ist der Name für das neue Siedlungsgebiet südlich der Leke,  östlich der Bgm.-Osterloh-Straße. Dieser Name wurde dem Investor Thalen, der das Siedlungsgebiet 2002 erschlossen und vermarktet hat , von der Dorfgemeinschaft vorgeschlagen. Thalen hatte dieses Gebiet ursprünglich mit „Büppeler Gast“ bezeichnet. Mit diesem Namen wird aber schon seit 300 Jahren das Gebiet benannt, das die Büppeler auch „hoher Büppel“ nennen.
Die Straßen in diesem Siedlungsgebiet wurden zu Ehren der im selben Jahr verstorbenen Astrid Lindgren nach ihr und ihren Kinderhelden benannt. Dass die Straßen eines ganzen Wohngebietes so benannt wurden ist laut dem Oetinger Verlag, der in Deutschland die Rechte an Astrid Lindgrens Büchern hat, bisher einmalig.

"Peter bei Nacht"

Diesen ungewöhnlichen Spitznamen trug Harm Eilert Peter Fenken, der ab ca. 1911 eine Bäckerei in Büppel betrieb und zwar im selben Gebäude, in dem noch heute Michael Kappen seine Brötchen backt. Der Name bezog sich wohl auf die ungewöhnliche Arbeitszeit zu nachtschlafender Zeit.
Heinrich Kappen übernahm 1947, bereits leerstehend, die Bäckerei und kaufte 1957 schließlich auch das Gebäude. Bis heute ist der Betrieb im Besitz der Familie.